Der Blick des Betrachters geht auf die Kirche von Saint-Côme-de-Fresné und das schräg dahinter stehende Manoir.
Im Vordergrund stehen an ein Feld grenzend vom Wind gebeugte Baumsolitäre und dazwischen die typischen, das Landschaftsbild der Bretagne prägenden rotbraunen Rinder.
Der Vertrag, den Valtat im Jahr 1900 mit Vollard schloss und der bis 1912 gültig war, sorgte dafür, dass viele seiner Bilder, wie auch das vorliegende, in die Hände großer Sammler kamen.
Biografie:
Louis Valtat, der aus einer wohlhabenden Reederfamilie stammt, wurde 1869 in Dieppe (Frankreich) geboren. Er fühlt sich für die Kunst berufen und studiert er an der Akademie der Schönen Künste in Paris (1887-1891), dann an der "Academie Julian" (1891-1892), wo er auf Bonnard, Vuillard und Georges d' Espagnat trifft. Von 1889 an stellt Louis Valtat jedes Jahr regelmäßig im Pariser Salon des Indépendants, und im Herbstsalon aus. Er macht Reisen und hält sich oft im Ausland (England, Spanien, Italien, Algerien) auf.
1895 entwirft er zusammen mit Toulouse-Lautrec Bühnenbilder fürs Theater. Von 1895 bis 1901 malt der Künstler Bilder in der Art der Nabis: Interieurs, Portraits, Landschaften, in denen die Farbflächen oft dukeltonig umrandet sind. 1903 fand seine erste Einzelausstellung in der Galerie Ambroise Vollard statt.
Von 1897 bis 1913 verbringt er seine Zeit entweder in Paris oder in Agay (Var), wo er sich ein Haus hat bauen lassen. Dort wird er ständig mit den intensiven Rottönen der Felsen und den blauen Tonabstufungen des Meeres konfrontiert. Er begibt sich in die Bretagne und in die Normandie, um dort zu malen.
Kunstgeschichtlich ist Valtat ein wichtiges Bindeglied für den stilistischen Übergang in der Malerei von Monet bis Matisse. Louis Valtat wird als einer der Führer und Gründer des Fauvismus betrachtet.
In den zwanziger und dreißiger Jahren verwendet Louis Valtat hellere Farbtöne und stilisiert noch mehr seine Formen, wobei er immer noch seinen Hauptthemen treu bleibt, mit einer Vorliebe für Blumensträuße.
1948 verliert Valtat auf Grund einer Grünstarerkrankung seine Sehkraft fast vollkommen und muss aufhören zu malen. 1952 stirbt Louis Valtat in Choisel bei Paris. Im selben Jahr zeigt der Herbstsalon eine sehr umfangreiche erste Retrospektive seines Werkes, die für viele Besucher das facettenreiche Talent und den Wert dieses Künstlers für die Geschichte der Malerei dokumentiert.
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English summary:
The viewer's eye goes to the church of Saint-Côme-de-Fresné and the Manoir behind.
The focus is direct to to wind bent solitair trees and in between the typical, the landscape of Brittany characterizing russet cattle.
The agreement, Valtat concluded in 1900 with the famous art dealer Ambroise Vollard was valid until 1912, saw to it that many of his paintings, as well as the present, in the hands of large collectors came.
Biography:
Louis Valtat was born in Dieppe on 8 August, 1869.
Valtat is noted as a key link that accounts for the stylistic transition in painting from Monet to Matisse. Louis Valtat is considered as one of the leaders and founders of the Fauvist movement (meaning "the wild beasts" for their wild, expressionist-like use of color), which did not formally begin until 1905 at the Salon d'Automne.
Valtat was involved with the most influential groups of artists, such as Auguste Renoir, Paul Signac, Georges d'Espagnat and Maximilien Luce. Valtat exhibited widely during his career. In 1894, Louis Valtat collaborated with both Henri de Toulouse-Lautrec and Albert André in creating the decor for the Paris theater L'Oeuvre.
Valtat suffered from tuberculosis, and he spent many autumn/winter seasons along the Mediterranean coast in Banyuls, Antheor and Saint-Tropez. Often, Valtat and his family would visit Paul Signac in Bollée and Auguste Renoir at the Maison de la Poste in Cagnes. During these times, along the Mediterranean, Valtat's use of color became a major concern to him, and he began to express his Fauvist tendencies, particularly in painting seascapes and folwers.
In 1948 he lost due to glaucoma disease his eyesight almost completely. Valtat died in 1952 in Choisel near Paris. That same year the Salon d'Automne shows a very large first retrospective of his work, which documented to many visitors the multi-faceted talent and the value of this artist in the history of painting.
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