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L'Œuvre Variation: Fest de l’artiste Alexej Jawlensky est actuellement en vente chez Galerie Ludorff. Trouvez ci-dessous plus d’informations sur l’œuvre, contactez la galerie depuis cette page ou recherchez d’autres œuvres de cet artiste dans le Réseau de galeries artnet
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TITRE:
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Variation: Fest
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ANNéE DE RéALISATION:
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1919
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CATéGORIE:
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Paintings
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MATéRIEL:
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Öl auf leinenstrukturiertem Malpapier, auf Bristolkarton aufgezogen
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MARQUES:
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Signiert mit dem Monogramm
Rückseitig signiert, datiert, betitelt und "N. 19" bezeichnet
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TAILLE:
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h: 36 x w: 27 cm / h: 14.2 x w: 10.6 in
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STYLE:
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Modern
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PRIX*:
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Contact Gallery for Price
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DESCRIPTION:
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Werkverzeichnis Jawlensky/Pieroni-Jawlensky 1991 Nr. 1089
Mit dem Kriegsausbruch 1914 gerät auch die Kunstwelt aus ihren Fugen. Dem gebürtigen
Russen Alexej von Jawlensky, der seit 1896 in München lebt, bleiben nur 48 Stunden, um
Deutschland zu verlassen und in die Schweiz zu flüchten. In St. Prex am Genfer See
findet er mit seiner Familie Unterschlupf. Glaubt er zunächst, bruchlos an seine
Münchener Arbeit anknüpfen zu können, so muss er bald erkennen, dass dies ein
Trugschluss ist. Die Vertreibung aus der bayerischen Metropole, seiner zweiten Heimat,
und das damit verbundene Zurücklassen seiner Habseligkeiten und Kunstwerke sowie die
erzwungene Trennung von dem anregenden, großstädtischen Freundeskreis und der
spätere Tod der engen Künstlerfreunde Franz Marc und August Macke wiegen schwer auf
seiner Seele. Diese Zäsur im Leben von Jawlensky erweist sich auch als tiefer Einschnitt
in seiner künstlerischen Arbeit.1) Jawlensky äußert sich über die neuen Lebensumstände
mit beklemmenden Worten: „Unsere Wohnung war sehr klein, und ich hatte kein eigenes
Zimmer, nur ein Fenster, das war sozusagen mir. Aber meine Seele war durch die
Erlebnisse so düster, dass ich froh war, ruhig am Fenster sitzen zu können, und meine
Gefühle und meine Gedanken zu sammeln.“2) Eben dieses Fenster in St. Prex ist
ausschlaggebend für Jawlenskys weiteres künstlerisches Schaffen. In dem
Landschaftsausschnitt, welcher sich ihm aus dem oberen Stockwerk der kleinen
angemieteten Wohnung eröffnet, entdeckt er eine neue Inspirationsquelle für sein
Schaffen: Der Weg, die Bäume, der See und der Himmel führen ihn zu seinen
„Variationen über ein landschaftliches Thema“. „Ich fing an, etwas zu malen, um mit
Farben auszudrücken, was mir die Natur soufflierte. In harter Arbeit und mit größter
Spannung fand ich nach und nach die richtigen Farben und Formen, um auszudrücken,
was mein geistiges Ich verlangte. Jeden Tag malte ich diese farbigen Variationen immer
inspiriert von der jeweiligen Naturstimmung zusammen mit meinem Geist“3), formuliert
GALERIE LUDORFF
GALERIE LUDORFF - KÖNIGSALLEE 22 - 40212 DÜSSELDORF - GERMANY
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Jawlensky seine Vorgehensweise. Von Beginn seiner künstlerischen Arbeit an beschränkt
sich Jawlensky auf wenige Bildgattungen, die er malerisch bis auf ihre Grundlagen
erforscht. Dies findet jetzt seine Fortführung in einem seriellen Gestaltungsprinzip,
welches es ihm ermöglicht, durch die fortwährende Repetition der Motivik ins Innere
seiner selbst vorzudringen und in formalen Farbklängen bildhaft zum Ausdruck zu
bringen.4)
Bis zum Jahr 1921 führt Jawlensky die Reihe der „Variationen“ fort und beschäftigt sich
somit auch dann noch mit dem Fensterausblick, als er schon längst nicht mehr in St. Prex
wohnt. Vielmehr beschwört er immer wieder vor seinem inneren Auge eine neue Variante
dieses Naturthemas. Auch unser Gemälde „Variation: Fest“ von 1919 malt der Künstler
aus der Erinnerung. Es entsteht in Ascona, wohin Jawlensky nach einer Zwischenstation
in Zürich ein Jahr zuvor übergesiedelt ist. Ist in den ersten Variationen die optische
Wirklichkeit noch deutlich wiedererkennbar, erweist sich diese schon bald nur noch als
Ansatzpunkt einer verinnerlichten Reflexion. In der hier vorliegenden „Variation: Fest“
sind die Kompositionselemente stark reduziert, nur noch einzelne Details der natürlichen
Gegebenheit lassen sich ausmachen: Die hohe, torpedoförmige Tanne mit den drei
Tannenzapfen auf der linken Seite, ein weiterer, sich in die Bildmitte neigender Baum
sowie am rechten äußeren Rand eine schlanke Zypresse sind Reminiszenzen an
tatsächliche landschaftliche Bezüge. Aus dem ursprünglichen, realen Naturvorbild ist eine
stark abstrahierte und verinnerlichte Umsetzung entstanden: längliche Formen werden
gerundeten gegenübergestellt und verbinden sich zu einer nahezu abstrakten
Farbfiguration. Das helle, heitere Kolorit verleiht dem Gemälde Leichtigkeit und
Beschwingtheit und verdeutlicht den festlichen Charakter des Bildes. Und obwohl die
Farbflecken nicht ineinander übergehen, und trotzdem in einem harmonischen
Zusammenklang stehen, vereinen sie sich zu einem fulminanten, farblich orchestrierten
Tusch – gemäß der Intention des Künstlers, der seine „Variationen“ als Lieder ohne Worte
verstanden hat.
Anm.:
1) Vgl. Angelica Jawlensky, „Der Weg zur Abstraktion“, in: Rudy Chiappini, „Alexej
Jawlensky“, Ausst.-Kat. Pinacoteca Comunale Casa Rusca, Mailand 1989, S. 108.
2) Alexej Jawlensky, „Lebenserinnerung“, in: Clemens Weiler, „Alexej Jawlensky,
Köpfe, Gesichte, Meditationen, Hanau 1970, S. 116.
3) Alexej Jawlensky zit. ebd. S. 116.
4) Vgl. Katharina Schmidt, „Das Prinzip der offenen Serie“, in: Armin Zweite (Hg.),
„Alexej Jawlensky 1864-1941“, Ausst.-Kat. Städtische Galerie im Lenbachhaus,
München 1983, S . 87ff.
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PROVENANCE:
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Nachlass des Künstlers; Galerie Großhennig, Düsseldorf (bis 1968); Privatsammlung Rheinland
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PUBLICATIONS:
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Rudy Chiappini (Hg.), 'Alexej von Jawlensky', Ausst.-Kat. Kunsthalle Emden, Mailand 1989, Abb. S. 18 Kunsthandel Wolfgang Wittrock, 'Alexej von Jawlensky', Ausst.-Kat., Düsseldorf 1986, Nr. 21 m. Abb. Clemens Weiler, 'Alexej von Jawlensky: Köpfe, Gesichter, Meditationen', Hanau 1970, Nr. 1272; Galerie Großhennig, 'Deutsche und französische Meisterwerke des 20. Jahrhunderts', Ausst.-Kat., Düsseldorf 1968, Abb. S. 37 Galerie Großhennig, 'Deutsche und französische Meisterwerke des 20. Jahrhunderts', Ausst.-Kat., Düsseldorf 1967, Abb. S. 7 Galerie Großhennig, 'Deutsche und französische Meisterwerke des 20. Jahrhunderts', Ausst.-Kat., Düsseldorf 1966 , Abb. S. 15 Österreichische Galerie/Museum Belvedere, 'Der Blaue Reiter und sein Kreis', Ausst.-Kat., Wien 1961, Nr. 57 Clemens Weiler, 'Alexej Jawlensky', Köln 1959 , Nr. 678 mit Abb. S. 275 Galerie Commeter, Hamburg/ Galerie Hans Goltz, München/Kestner-Gesellschaft, Hannover/Neues Museum, Wiesbaden/Ruhmeshalle, Barmen/Institution unbekannt, Düsseldorf/Kunsthalle, Mannheim; 'Alexej von Jawlensky' , Ausst.-Kat., 1920/1921, Nr. 79
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HISTOIRE DE L’EXPOSITION:
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Kunsthalle Emden, 'Alexej von Jawlensky', Emden 1989/1990 Galerie Großhenning, 'Deutsche und französische Meisterwerke 20. Jahrhunderts', Düsseldorf 1968/69 Galerie Großhenning, 'Deutsche und französische Meisterwerke 20. Jahrhunderts', Düsseldorf 1967/68 Galerie Großhenning, 'Deutsche und französische Meisterwerke 20. Jahrhunderts', Düsseldorf 1966/67 Österreichische Galerie und Belvedere Museum, Wien/Neue Galerie der Stadt Linz, Linz,'Der Blaue Reiter und sein Kreis', 1961 Galerie im Erker, 'Alexej von Jawlensky', Sankt Gallen 1958 Kunsthandel Wolfgang Wittrock, 'Alexej von Jawelensky', Düsseldorf 1986 Galerie Commeter, Hamburg/ Galerie Hans Goltz, München/Kestner-Gesellschaft, Hannover/Neues Museum Wiesbaden/Ruhmeshalle, Barmen/Institution unbekannt, Düsseldorf/Kunsthalle, Mannheim 'Alexej von Jawlensky', Wanderausstellung 1920/1021 Galerie Neue Kunst Fides, 'Alexej von Jawlensky und Andrej Nesnakomoff-Jawlensky', Dresden 1925
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