René Wirths: analog

René Wirths: analog

brille by rené wirths

René Wirths

Brille, 2012

jeudi 22 novembre 2012mardi 15 janvier 2013


Zurich, Switzerland

René Wirths: analog
22. November 2012 bis 11. Januar 2013

Eröffnung: 22. November 2012, 18 bis 20 Uhr
Der Künstler ist anwesend.

Für seine erste Schweizer Ausstellung „analog“ in Zürich hat sich er Maler René Wirths auf sechs alltägliche Gegenstände konzentriert: Musikkassette, Brille, Kamera, Pinsel, Tacker, Schallplatte

Auf die Frage, was die dargestellten Gegenstände mit dem Begriff „analog“ zu tun haben, sagte er:
„Der Pinsel ist mein analoges Werkzeug. Ebensolches, zum Bespannen der Leinwand auf den Keilrahmen, ist auch der Tacker. Dann gibt es meine alte analoge Kamera und meine letzte Brille, eine einfache optische Augen-Krücke. Bei diesen Motiven geht es um das Sehen und Gesehen werden. Die Kamera thematisiert den objektiven, oder besser scheinbar objektiven, Blick, der natürlich in Wirklichkeit aus der Subjektivität heraus passiert, weil auch das Fotografieren immer an das Subjekt gebunden ist, das die Welt sieht. Die Kassette ist ein althergebrachtes Musikmedium, das wir vor wenigen Jahren selbstverständlich genutzt haben und das heute im Museum der Geschichte gelandet ist. Gleiches gilt für die Schallplatte, übrigens die allerletzte Single, die ich gekauft habe, bevor für mich beim Musikhören das digitale Zeitalter begonnen hat. Für die Zürcher Ausstellung ist dieses Motiv natürlich prädestiniert; schließlich stammt Yello aus Zürich. Zudem ist Yellos Dieter Meier ein immer noch aktiver Bildender Künstler.
Analog ist auch die Arbeitsweise, mit der ich mich diesen Dingen durch das Malen annähere. Ich bediene mich keiner technischen Hilfsmittel wie Fotos oder Projektionen und trage die Farbe direkt mit dem Pinsel auf die Leinwand auf.
Der Titel umfasst die Auswahl der Motive, bezieht sich auf meine Herangehensweise und ist als persönliches Statement zu verstehen.“
Der Maler, der scheinbar „fotorealistisch“ malt, macht in seinen weit überlebensgrossen Gemälden den Gegenstand zum Fetisch, den wir mit akribischer Neugier betrachten, als seien wir Kinder, die die Welt für sich entdecken.

René Wirths wurde 1967 in Waldbröl geboren. Seit 1970 lebt und arbeitet er in Berlin. Er hatte bisher Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, der Slowakei und den Niederlanden, u.a. in der Kunsthal Rotterdam.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Interview mit René Wirths.