Julian Fickler (FISCHER OBEN)

Julian Fickler (FISCHER OBEN)

mardi 11 septembre 2012samedi 27 octobre 2012


Düsseldorf, Germany

Opening: Tuesday, September 11, 2012, 6 - 9 pm

Die Konrad Fischer Galerie Berlin freut sich, die erste Ausstellung von Julian Fickler im Rahmen der Ausstellungsreihe FISCHER OBEN ankündigen zu dürfen.

In unseren Räumen im 1. OG zeigen wir fünf Arbeiten des jungen Malers, der momentan noch an der Kunstakademie Karlsruhe studiert. Ficklers Ansatz hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Enttäuscht von der Statik klassischer Ölmalerei hat er eine malerische Technik entwickelt, die den künstlerischen Prozess dezidiert hervorhebt und Raum für unerwartete Ergebnisse lässt, die oftmals nur vage vom Künstler kontrolliert erscheinen.

Nachdem die Entscheidung für das jeweilige Bildformat steht, spannt Fickler zumeist stark abgenutzte Stoffe nass auf den Keilrahmen, die dann mit verdünnter Aquarellfarbe oder Pigmentmischungen bemalt werden. Im nassen Zustand entstehen so spiegelnde, polychrome Bildoberflächen von intensiver Farbigkeit. Im getrockneten Zustand verblassen die Farben und der Gesamteindruck der Leinwände verändert sich radikal – die Oberflächen erscheinen nun weich und tief, wobei teilweise Licht durch die Leinwände auf die hinter ihnen liegenden Wände fällt. So entsteht ein dynamisches Wahrnehmungsverhältnis, da die Oberflächen, von unterschiedlichen Betrachterstandpunkten in den Blick genommen, deutlich verändert erscheinen.

Die Bilder Ficklers gewinnen in dem Spannungsverhältnis zwischen nassem und getrocknetem Zustand an Autonomie – sie malen sich zumindest teilweise selbst und fordern den Betrachter als Gegenübergestellten auf, sie in ihrer komplexen Phänomenologie, ihrem so und nicht anders sein, zu erschließen.

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Konrad Fischer Galerie Berlin is pleased to introduce the work of Julian Fickler as part of our series FISCHER OBEN.

In our first floor space we will show five canvases of this young painter who is currently studying at the art academy in Karlsruhe. Fickler's painterly concept has changed radically in the past two years. Dissapointed by classical oil painting he has developed a technique which highlights the painting process and leaves space for unexpected results which sometimes seem barely under his control.

After having decided the format of each painting Fickler applies used and wet fabric on his stretchers and then starts to paint on them with thin medium wet on wet. While still wet this process produces mirroring surfaces of intense chromaticity. When dry, the colors fade and the overall impression radically changes; the surfaces now seem soft and deep as light seeps through the fabrics onto the walls behind them, thus creating a dynamic perception of the surfaces which notably change depending on where one stands.

Within this field of tension between states of wet and dry, Fickler's paintings gain a kind of autonomy and at least in parts, they seem to paint themselves. These quiet works seem to ask the viewer to read their complex phenomenology and understand them as they are.