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Jack Pierson - The Golden Hour
Eröffnung: Freitag, 1. Dezember 2006. 18 – 20 Uhr
Ausstellung: 2. Dezember 2006 – 3. März 2007
Mit der Ausstellung „Jack Pierson – The Golden Hour“ präsentieren wir einen der
einflussreichsten amerikanischen Künstler der mittleren Generation erstmals in Berlin mit
einer Einzelausstellung. Die Ausstellung - seine siebte in der Galerie seit 1992 - zeigt
wichtige frühe Arbeiten aus den Jahren 1984 – 1994.
Jack Pierson, 1960 in Plymouth (MA) geboren, pendelte nach seinem Studium in Boston in
den 80er Jahren ständig zwischen den Städten New York, Miami, Los Angeles und Paris, bis
er sich Anfang der 90er Jahre in New York niederließ. Mit seinen fotografischen Arbeiten aus
dieser Zeit, Stimmungsbilder eines ruhelosen Lebens zwischen den Metropolen und seinen
unverwechselbaren „Wordpieces“ wurde Pierson rasch bekannt und von uns 1992 erstmals
in Europa vorgestellt.
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf eine photographische Arbeit aus dem Jahr 1994:
„The Golden Hour“ und beschreibt den Moment des Sonnenuntergangs, eines magischen
Zwielichts, der den zu diesem Zeitpunkt in Hollywood gedrehten Filmen eine besonders
warme Tonalität verleiht. Ein von Pierson geschossener Filmstreifen von 24 Sternen auf dem
„Hollywood Walk of Fame“, namenlos und blank erzählt uns von Glorifizierung und ihren
Schattenseiten. Diese Arbeit steht stellvertretend für die im Oeuvre des Künstlers so wichtige
Thematiken wie „Nostalgia“, „Loneliness“, „Fame“ und „the romantic Presence of the vaste
Expanse that is America“. Pierson steht damit in einer Tradition von Künstlern und Literaten
wie z.B. Jack Kerouac, John Steinbeck, Edward Hopper, Robert Frank und Andy Warhol.
Eine anscheinend autobiographische Komponente durchzieht sein Werk bis heute in der
Form eines Gesamtkunstwerks aus Installation, Malerei, Zeichnung, Photographie, Film und
seinen berühmten „Wordpieces“. Von ihm durchkomponierte Ausstellungen erzählen eine
Geschichte voller Gefühle und Verletzbarkeit. Dies unterscheidet ihn im Wesentlichen von
der sogenannten Popkultur und den marginalen Oberflächlichkeiten vieler seiner
Zeitgenossen.
Durch die meist täuschende Belanglosigkeit seiner Arbeiten entsteht für den Betrachter eine
Vertrautheit mit Piersons Szenerien, und der Figur des Künstlers selbst. Seine frühen
Arbeiten tragen den tagebuchartigen Charakter eines Road Movies, „rough“ und zufällig
wirken seine assemblageartigen Fundstücke wie aus dem Leben eines sich ständig auf der
Reise befindlichen Wanderers, ein Suchender zwischen Traurigkeit, Einsamkeit, und der
Sehnsucht nach Schönheit.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Eröffnung in Anwesenheit des Künstlers: Freitag, 1. Dezember 18 bis 20 Uhr.
Wir freuen uns, dass in der Galerie Neu, Philippstrasse 13 in Berlin Mitte im
Anschluss an unsere Eröffnung am 1. Dezember die Gemeinschaftsausstellung
Tom Burr – Jack Pierson in Anwesenheit beider Künstler eröffnet wird.
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