Peter Schuyff: Selected Works 1986-2012
17. Januar bis 16. März 2013
Eröffnung: Donnerstag, 17. Januar 2013, 19 bis 21 Uhr
Peter Schuyff ist anwesend.
Peter Schuyff ist einer der bedeutendsten Vertreter der so genannten Second New York School. Nach
zwanzig Jahren New York ist er in die Niederlande zurückgekehrt, wo er 1958 geboren wurde. In seinem
Amsterdamer Atelier, das auf der Einladungskarte zu sehen ist, hat Schuyff seit 2006 einen neuen, vielseitigen
Werkkomplex mit übermalten Gemälden und Papierarbeiten geschaffen. Diesen stellt die Galerie Karl
Pfefferle nun erstmals der Öffentlichkeit vor. Gegenübergestellt werden den neueren Arbeiten seltene, noch
verfügbare Bilder und Aquarelle aus den frühen achtziger Jahren.
Damals gelang einer jungen New Yorker Künstlergruppe – zu der neben Peter Schuyff u.a. auch Philip Taaffe,
Jonathan Lasker und Peter Halley zählten – die Loslösung von der formalen Strenge im Umgang mit
geometrischen Strukturen, die in der Minimal Art bindend gewesen war. Das Raster, das Gitter, the grid, gehört
damals bereits zum fest etablierten Vokabular in der Kunst. „Jetzt“, so Peter Schuyff „ist es möglich,
Spinnweben in ihm zu sehen. Ich liebe die Art wie es gealtert ist, seine Patina, seine Klassik“. In den 80´s
paintings von Peter Schuyff sind geometrische Grundfiguren wie Raster, Matrix und Quadrat zwar klar lesbar,
erfahren aber eine Umdeutung ins Malerische: handgezogene Bleistift-Unterzeichnungen, Pinselduktus und
Farbspritzer lassen die Befreiung vom Formalismus und den strengen Gesetzmäßigkeiten minimalistischer
Malerei erkennen.
Das Arbeiten in Serien, als potenziell unendliche Variationen einer vom Künstler festgelegten Bildform, und
die schöpferische Freiheit im Umgang mit der geometrischen Struktur, die notwendigerweise selbst immer
seriell ist, prägen Peter Schuyffs Werk bis heute. Seine plastisch ornamentalen Gebilde erscheinen wie
greifbare Objekte, die vor linearperspektivischen Bildräumen schweben. Aus der Interaktion zwischen Unterbzw.
Hintergrund – den häufig Grafiken oder Gemälde anderer Künstler bilden – und den abstrakten
Formschöpfungen Peter Schuyffs entsteht eine eigentümliche, rätselhafte Dialektik.
Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 16. März 2013, dienstags bis freitags jeweils 11 bis 18 Uhr, samstags
11 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung.
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