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Johannes Wald - fig. (Düsseldorf)    Mar 16 - May 5, 2012


JOHANNES WALD - fig.
16.03. - 05.05.2012

Eröffnung: Freitag, 16. März 2012, 18 - 21 Uhr

Die Konrad Fischer Galerie freut sich, die Eröffnung der Einzelausstellung von Johannes Wald ankündigen zu dürfen. Bereits seit einiger Zeit reflektiert der Künstler Johannes Wald (geb.1980) grundsätzliche Fragestellungen des Umgangs mit Skulptur. Die Arbeiten der aktuellen Ausstellung umkreisen den Zusammenhang von Form, Sprache und Bedeutung.

Die fünfteilige Arbeit „Gegenwart, Rückblick, Sehnsucht, Aufbruch und Neuland in Bronze gegossen“, gehört zu einer Reihe von zapfenartigen, von einer Trichterform ausgehenden Stangen, die in Bronze gegossen wurden. Es handelt sich jeweils um Abgüsse von Gusskanälen samt Fülltrichter, über die gewöhnlich beim Bronzegießen das flüssige Metall in die Form geleitet wird. Während die Gusskanäle auf den Möglichkeitsraum der gegossenen Form verweisen, schreibt Ihnen der Titel der Arbeit jeweils eine eindeutige Bedeutung zu, die sie im Rahmen herkömmlicher Logik schon deshalb nicht annehmen können, da sie allesamt identischen Ursprungs sind. Ähnlich funktionieren die großformatigen Gipsformen mit den Titeln „Verlorene Form (giving shape to a dim feeling)“. Wald präsentiert hier den eigentlichen Schaffensprozess als Skulptur. Das Material, das während des Abformprozesses an- bzw. abfällt, wird zur endgültigen Arbeit erklärt. Dem Betrachter bleibt lediglich die eigene Vorstellung von einer ursprünglich als Ausgangspunkt dienenden, jetzt aber verlorenen Positivform.

Rein sprachlich verfasst, fordern Arbeiten mit dem Titel „Ekphrasis“ das Vorstellungsvermögen des Betrachters. Dem Titel gemäß handelt es sich um detaillierte Beschreibungen von Skulpturen, denen es auf unterschiedliche Weise gelingt, einen emotionalen Gehalt, eine Verlebendigung der Form zum Ausdruck zu bringen. Dass dies aus der Sicht des Künstlers nur in sprachlicher Form vermittelbar ist, verweist auf eine grundlegende Konstante aller Arbeiten von Johannes Wald - einem grundsätzlichen, tief sitzenden Zweifel an den Möglichkeiten von Skulptur, bestimmte Gefühle oder komplexe Begriffe überhaupt angemessen zum Ausdruck bringen zu können. So begreift Wald seine Arbeiten, seien es Texte oder dreidimensionale Objekte, nicht als Skulpturen im eigentlichen Sinn, sondern als Ersatzhandlungen oder Annäherungen an ein Verlangen nach einer vollkommenen und absolut berührenden Kunst.

Gleichzeitig zeigen wir eine kleine Auswahl von Gemälden von Jerry Zeniuk.

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JOHANNES WALD - fig.
March 16 - May 5, 2012

Opening: Friday, March 16, 2012, 6 - 9 pm

Konrad Fischer Galerie Düsseldorf is pleased to announce the opening of Johannes Wald’s solo exhibition. In his most recent works Wald (born 1980) explores the relationship between form, language and meaning.

Five bars, each emanating from a cone shape and cast out of bronze build the work "Gegenwart, Rückblick, Sehnsucht, Aufbruch und Neuland in Bronze gegossen" (presence, retrospect, desire, departure, virgin soil, cast in bronze). The bars and cone shapes are casts from channels and cones through which the liquid metal is usually poured into the foundry mould. While the cones and channels themselves suggest many possible forms which could be realized, the title of the work absurdly ascribes a meaning to each channel.

Completely based on language are two text pieces titled ‚Ekphrasis’ which challenge the imagination of the beholder. As suggested by the title the works are detailed descriptions of sculptures which express in different ways emotional content and liveliness of forms. According to the artist, this kind of expression is only possible through language, clearly marking one of the constant characteristics in Wald’s ouevre. Doubting the potential of sculpture to express certain feelings or complex ideas in any appropriate way, Wald does not consider his works – language-based or three-dimensional – as sculptures but rather as replacements or approximations revealing the artist’s desire for an ideal and emotional art. Consequently, his sculptural works series is titled “Verlorene Form (giving shape to a dim feeling)“ (lost-wax casting, giving shape to a dim feeling).

At the same time we show a selection of paintings by Jerry Zeniuk.

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