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175 Jahre Boisserée    Jul 10 - Aug 31, 2013

Mein Kölner Dom, Wrapped (Project for Cologne Germany)
Christo and Jeanne-Claude
Mein Kölner Dom, Wrapped (Project for Cologne Germany), 1980-1982
 
Les paysans de Saint-Jeannet (Die Bauern von Saint-Jeannet)
Marc Chagall
Les paysans de Saint-Jeannet (Die Bauern von Saint-Jeannet), 1966
 
ohne Titel
Eduardo Chillida
ohne Titel, 1996
 
Ohne Titel I
Joan Miró
Ohne Titel I, 1970
 
Sara walking naked
Julian Opie
Sara walking naked, 2003
 
 
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175 JAHRE GALERIE BOISSERÉE

Ausgesuchte Arbeiten aus den Beständen der Galerie anlässlich des 175jährigen Firmenjubiläums

10. Juli - 31. August 2013

Im Juni 1838 gründeten die Neffen der bedeutenden Kunstsammler Sulpiz und Melchior Boisserée in Köln die Firma "J. & W. Boisserée". Die Galerie Boisserée schaut somit in diesem Monat auf ihre 175jährige Gründungsgeschichte zurück.

Als Jubiläumsausstellung zeigt die Galerie vom 10. Juli bis zum 31. August 2013 ausgesuchte Arbeiten aus ihren Beständen. Zur Ausstellung wird ein umfangreicher Katalog erscheinen, der nicht nur über 180 bedeutende Exponate, sondern auch die Firmengeschichte und die "Galerie Boisserée heute" in Text und Bild vorstellt.

Firmengeschichte:

Im Juni 1838 eröffnen Josef und Nikolaus Wilhelm Boisserée, die Neffen der bedeutenden Kunstsammler Sulpiz und Melchior Boisserée, in der Minoritenstraße 11 in Köln die Firma J. & W. Boisserée, zunächst als Buchhandlung, später als Buch- und Kunsthandlung. 1888 erwirbt der Münsteraner Buchhändler Franz Theodor Helmken das Unternehmen, 1902 übernimmt sein Mitarbeiter Hermann Schilling die Firma und forciert bereits in den 20er Jahren den Kunsthandel.

Im zweiten Weltkrieg werden die Geschäftsräume mehrfach völlig zerstört und müssen schließlich ganz aufgegeben werden. Nach Beendigung des Krieges überträgt Hermann Schilling 1946 die Firma seinem Neffen Walter Schilling (geb. 1924), der nun neben dem Sortimentsbuchhandel den Kunsthandel und die Galerietätigkeit zum Kernbereich der Firma J. & W. Boisserée ausbaut und 1955 die Galerieräume an dem heutigen Standort in der Drususgasse 7-11 bezieht. In 30 Jahren zeigt Walter Schilling ca. 260 Ausstellungen, u.a. graphische Arbeiten von Künstlern wie Braque, Chagall, Corinth, Liebermann und Kollwitz. 1988 – im Jahr ihres 150jährigen Bestehens - übernimmt Johannes Schilling (geb. 1959) die Galerie von seinem Vater und beginnt, das heutige Profil der Galerie zu schärfen: Kunst nach 1950 und zeitgenössische Kunst. Nach einem aufwendigen Umbau im Jahre 1993 präsentieren sich die vergrößerten Galerieräume auf 400 qm und verteilen sich auf zwei Etagen.

1995 tritt der Österreicher Thomas Weber (geb. 1969) in die Firma ein und wird 1998 neben Johannes Schilling geschäftsführender Gesellschafter. Thomas Weber und Johannes Schilling erschließen sich den internationalen Kunstmarkt, zeigen zahlreiche Ausstellungen mit begleitenden Katalogen und sind auf Messen in Köln, London und New York vertreten.

Die Galerie Boisserée entwickelt sich in der Zeit der gemeinsamen Geschäftsführung, nicht nur auf dem Gebiet der klassischen und zeitgenössischen Graphik, zu einer führenden internationalen Galerie.

Jubiläumsausstellung:

Anlässlich Ihres 175jährigen Jubiläums zeigt die Galerie Boisserée auf beiden Ausstellungsebenen ausgesuchte Exponate aus ihren Beständen. Highlights sind eine großformatige Monotypie von Marc Chagall aus dem Jahr 1966 ("Les paysans de Saint-Jeannet"); eine expressive, horizontal angelegte Gouache von Joan Miró aus dem Jahr 1970 und eine Gravitation des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida aus dem Jahr 1996.

Der Besucher stößt aber auch auf eine sensible und frühe Leinwand des deutschen Informellen Emil Schumacher ("Bisal", 1957) oder eine expressive Leinwand eines imaginären Portraits des Spaniers Antonio Saura ("Retrato 4-96", 1996). Unter den Neuankäufen zeitgenössischer Kunst ist ein Monitor mit einer Computeranimation des Engländers Julian Opie ("Sara walking naked", 2003)sowie eine 1980 entstandene Collage und Mischtechnik "Wrapped Reichstag" von Christo & Jeanne-Claude zu erwähnen. Ausgesuchte graphische Arbeiten sowohl von Klassikern wie Braque, Matisse und Picasso als auch Zeitgenossen wie Bourgeois, Freud, Hockney, Judd, Lichtenstein, Opie und Scully runden das Bild der Jubiläumsausstellung ab.

Im Hinblick auf die Verbindung des Namens Boisserée zum Kölner Dom zeigt die Galerie als Sonderausstellung im Studio sechs Bilder des Kölner Domes aus zwei Jahrhunderten: eine Leinwand mit einer seltenen antizipierten Darstellung des Kölner Domes aus der Gründungszeit der Galerie (Eduard Gerhardt 1813–1888 zugeschrieben) wird der kompletten Serie der vier Farbsiebdrucke von Andy Warhol "Cologne Cathedral" von 1985 und dem Multiple von Christo & Jeanne-Claude "Mein Kölner Dom, Wrapped" gegenübergestellt.

Jubiläumskatalog:

Zur Jubiläumsausstellung der Galerie Boisserée erscheint ein umfangreicher illustrierter Katalog mit Fotos von der heutigen Galerie und aus ihrer Firmengeschichte, sowie über 180 Exponaten mit über 200 meist farbigen Abbildungen (Euro 20 inklusive Versand im Inland). Alle Exponate können während der Ausstellung auf der Homepage www.boisseree.com angesehen werden.

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