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Nikolai Makarov (Auguststraße)    Apr 27 - Jun 30, 2012


Eröffnung, 26.4.2012 ab 19.00 Uhr

27. April – 30. Juni 2012

CWC GALLERY, Auguststraße 11–13, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag: 12–20 Uhr

Die CWC GALLERY freut sich, ab dem 27. April 2012 eine umfassende Einzelausstellung des Künstlers Nikolai Makarov zu präsentieren. Neben bekannten Gemälden zeigt die Ausstellung auch erstmals neue Werke des Malers, die innerhalb der letzten zwei Jahre fertiggestellt wurden. Ergreifend-geheimnisvolle Porträts, anmutige Landschaften sowie weitere Sujets wie die berühmte Bildstrecke mit Staffeleien sind Bestandteil der Ausstellung, die Einblick in den beeindruckenden Werkkorpus und die künstlerische Sprache von Nikolai Makarov gibt.

Nikolai Makarovs Malweise – Weg zur neuen Form
Schon zu Beginn seiner Karriere wechselte Nikolai Makarov von Ölfarbe und Pinsel zu einer aufwendigen Maltechnik mit Acrylfarbe und Spritzpistole. Im Entstehungsprozess seiner Gemälde fertigt er zunächst eine Untermalung mit schwarzer Acrylfarbe an, um die Bildkomposition festzulegen und mit dem Gestaltungsmittel des Chiaroscuro eine Lichtdramaturgie zu erzeugen. Anschließend werden wasserverdünnte Acrylfarben in mehreren Schichten aufgetragen und bei Bedarf verwischt, wodurch Makarov seinen Gemälden einen Sfumato-Effekt verleiht. Die abschließende Schicht bildet der aus Braunkohle gewonnene Pigmentfarbstoff Kasslerbraun, der im letzten Arbeitsschritt in die Leinwand eingewaschen wird. Der dabei entstehende, für Makarovs Gemälde typische bräunliche Schleier, der die dargestellten Figuren und Gegenstände zu verhüllen und zu umschweben scheint, erinnert an den sogenannten Galerieton, den natürlichen Nachdunklungsprozess von Ölgemälden, der eigentlich durch Vergilbung und Oxidation hervorgerufen wird.
Nikolai Makarov nutzt für seine Gemälde Photographien als Vorlagen, die er zum Teil selbst anfertigt. Bei der Auswahl seiner Kameras legt er Wert darauf, dass die photographische Technik es ihm erlaubt, die von ihm für seine Malerei gewünschte Komposition und Atmosphäre bereits im Vorbild herzustellen – ein Entstehungsprozess, der die Arbeit mit der Photokamera einbindet, den letzten entscheidenden Schritt aber auf ein anderes Medium auslagert. Nicht zuletzt die Motivwahl ist durch das Wechselspiel des photographischen Blickes und der Sichtweise des Malers beeinflusst. Mit dieser Erweiterung des photographischen Prozesses führt er die vom Auge wahrgenommene Realität über die Zwischenstation zweidimensional gebannter Photographien wieder einer, wenn auch ungleich geheimnisvolleren und vielschichtigeren, Dreidimensionalität zu, indem er Schicht um Schicht das Motiv auf der Leinwand schemenhaft und unscharf neu entstehen lässt.

Über Nikolai Makarov
1952 in Moskau geboren, zog Nikolai Makarov 1975 nach Ost-Berlin, um an der Humboldt-Universität zu Berlin Germanistik, Geschichte und Slawistik zu studieren und gleichzeitig als freier Künstler zu arbeiten. Bei dem bedeutenden Vertreter des Phantastischen Realismus Rudolf Hausner begann er 1984 ein Studium in Wien und schuf in den Jahren bis 1987 den Zyklus »Die späte Freiheit«, für den er in Fachkreisen hohe Aufmerksamkeit erhielt. Nach der Wiedervereinigung engagierte sich Nikolai Makarov als einer der ersten russischen Künstler für die Vernetzung von Kunstschaffenden in Berlin-Mitte – nicht zuletzt durch die Eröffnung eines eigenen Kunst- und Kulturclubs in der Linienstraße. Anfang der 1990er Jahre gelang Makarov ausgehend von der New Yorker Kunstszene auch der Durchbruch in den USA, seither hat er international zahlreiche Ausstellungen bestritten, darunter zuletzt u.a. 2010 in der Staatlichen Tretjakow-Galerie Moskau. Einhergehend mit der Anerkennung seines künstlerischen Schaffens in den USA wirkte Nikolai Makarov fortan auch bei Filmproduktionen mit. So war er u.a. bei »Im Auftrag des Teufels« und »Die Thomas Crown Affäre«, deren Hauptdarsteller Al Pacino und Pierce Brosnan zu seinen Sammlern gehören, an der Art Direction beteiligt. Mit Projekten wie dem in den 90er Jahren von ihm konzipierten Stillen Museum in Berlin, in dem er seinen Gemälden durch Rauminstallationen neue Wirkungsräume gab, setzte Makarov seine Auseinandersetzung nicht nur mit der eigenen Kunst, sondern mit dem Kunst- und Kulturbetrieb als solchem fort. Nikolai Makarovs Werke befinden sich in zahlreichen Sammlungen weltweit, die zusammen mit neuen Gemälden und Kunstinstallationen regelmäßig in Galerien und Museen gezeigt werden, zudem setzt der Künstler sein beeindruckendes Engagement für den russisch-deutschen Kulturaustausch bis heute fort. Nikolai Makarov lebt und arbeitet in Berlin.

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