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Vernissage am Samstag, 17. März 2012 um 19 Uhr
In seiner vierten Einzelausstellung in der Galerie
Michael Schultz Berlin präsentiert der 1980 in
Memmingen geborenen Maler neue Gemälde in
gewohnter Intensität.
Im Laufe seiner noch jungen Karriere wurden die
Bilder Kirschners bereits vielfach ausgezeichnet,
zuletzt mit einem Arbeits-Stipendium in Peking.
Durch seine ganz eigene geschichtete Maltechnik
stellt Kirschner die uns geläufige Abfolge von
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Frage
und bietet so ein außergewöhnliches Verhältnis
von Illusion und Wirklichkeit. Kirschner malt immer
wieder Wasser und Luft; er interpretiert die Grenzen
und die Vielgestalt dieser Elemente als gegenläufig
und gleichzeitig in allen Aggregatzuständen. „Wasser
ist ein Element, dessen Konsistenz kaum fassbar ist.
Es changiert ständig zwischen dem Konkreten und
dem Ungreifbaren, und bleibt immer vage: Wo hört
das Wasser auf, wo fängt der Himmel an?“, so der
Maler selbst.
Die Welt auf Bernd Kirschners Gemälden enthält viele
Schichten aus Ölfarbe, und ebenso viele Schichten von Realität und Illusion. Seine Malerei zeigt
uns verschiedene Wirklichkeiten, indem sie geheimnisvoll, verträumt und verwunschen erscheint,
und uns doch in fast reale Welten eintauchen lässt.
Die Farbschichten auf seinen Bildern leuchten
uns in den unterschiedlichsten Farben entgegen
und locken uns in ihre Tiefen; explosive
Pinselstriche setzen sich über die Grenzen der
Leinwand hinaus. Kirschner legt seine Schleier
über das Geschehen und lässt auch fast komplett
übermalte Schichten wieder durchschimmern –
solche Ansichten kommen manchem aus
Träumen bekannt vor, doch die atmosphärische
Dichte in Kirschners Malerei ist konkreter und
zeigt uns das Zusammenspiel von
Vergänglichkeit und Augenblick, oder erinnert uns
an das Gleichgewicht von Mensch und Natur.
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