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Step and Repeat – Elijah Blue
Vernissage: 20. Juli, 19 – 21:30 Uhr
20. Juli – 5. September 2012
Ruhm ist im 21. Jahrhundert zu einer Chiffre für Beliebigkeit und
Kurzlebigkeit geworden. „Medien-Berühmtheiten“ werden für kurze
Zeit bekannt und geraten noch rascher wieder in Vergessenheit. Dank
sozialer Netzwerke und moderner Fernsehpolitik ist Ruhm eine Frage
des sozialen Status geworden. Zur Aufbesserung der Produktakzeptanz bedient sich die Werbung wiederum der Stars; rote
Teppiche und Logo-Kullissen - „Step and Repeat walls“- sind im
Fernsehen, in Hotels, Nachtklubs, bei größeren Empfängen und
Events, omnipresent. Die zunehmende Willkür der Stars wird durch
dezente Vermarktungsstrategien verschleiert.
Diesem Thema widmet seine erste Ausstellung der in Deutschland
lebende und aus Los Angeles stammende Künstler Elijah Blue. Selbst
eine Prominenz, ist Blue als der ehemalige Frontmann der Band
Deadsy bekannt aber auch als berühmter Nachkomme von Cher und
Greg Allman und nicht zuletzt als bildender Künstler. Er ist somit für
dieses Thema hervorragend qualifiziert. Sein Medium für die
Ausstellung in der Galerie Brigitte Schenk in Köln sind genau diese
„Step-and-Repeat-walls“ - Diese Wände sind ein wichtiger Teil der
Ruhmbildung. Inspiriert durch die Pop-Kultur sind sie so konzipiert,
dass, wer auch immer vor sie geführt oder fotografiert wird, berühmt
zu sein scheint und auf der anderen Seite das Produkt, das mit ihm
wirbt, berühmter macht. Der Prominente wiederum scheint auch die
Sponsoren hinter sich zu billigen und gutzuheißen oder auch nicht.
Willkür und Überzeugungslosigkeit scheinen effizientere Methoden im
Aufbau von Ruhm als Gradlinigkeit „Celebrity und Logo verschmelzen
zu einer Einheit; da auch die Celebrities so zu Werbeträgen werden“,
sagt Blue.
Blue wählt die Firmenlogos für seine Step-and-Repeat-Wände präzise
aus, spielt mit deren Bedeutung und Klang und kombiniert sie zu
neuen Sinnbildern. So entsteht ein neues Logo: aus „Ivory Soap“ und
„Tower records“ entsteht „Ivory Soap“ - „Elfenbeinturm“. Die dadurch
hervorgerufene Imitation entsteht zusätzlich dadurch, dass diese neu
zusammengesetzten Embleme in Öl auf Leinwand gebannt werden;
also Malerei sind und nicht etwa vergängliche Schablonen, die nur
wenige Stunden überleben.
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