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Francesca Woodman
4. Mai - 19. Juni 2012
Bereits in jungen Jahren hat Francesca Woodman (geb.1958 in Denver, Colorado,
gestorben 1981 in New York) mit der Fotografie begonnen. Als Kind einer
Künstlerfamilie, hat sie schon früh die Kamera in die Hand genommen. Bis zu ihrem
Studium an der der Rhode Island School of Design (1975 - 1978), war ihre
künstlerische Sprache schon weitgehend ausgereift. 1977-78 erhält sie ein
Stipendium für ein Jahr in Rom. Ihr außergewöhnliches Werk ist zwischen ihrem 13.
und 22. Lebensjahr entstanden.
Woodman war Fotografin und Modell, Subjekt und Objekt, zur gleichen Zeit. Sie
benutzt ihren eigenen Körper als inszenierten Dialog mit sich selbst, als Ausdruck
ihrer inneren Gedanken und Gefühlswelt. Woodman zeigt uns ihre Reflexion von
Wirklichkeit und eigener Erfahrungen, ihre Verletzlichkeit, ihr Bewusstsein für den
Augenblick, und den Schrecken der plötzlichen Abwesenheit. Oft wie in einer
fremden Welt erscheinend, enthüllt und maskiert sie sich in von Menschen
verlassenen Räumen. Ihre Bilder berühren tief empfundene menschliche Existenz
und haben somit auch etwas Zeitloses. Es sind psychologische Porträts, Episoden, in
denen sich uns die Fantasie, Neugierde und eine subtile Beobachtungsgabe der
Künstlerin, verflochten mit dem Reichtum und der Intimität ihres eigenen Lebens,
offenbaren.
Die Künstlerin, die sich mit 22 Jahren das Leben nahm hat ein komplexes Werk von
fast 800 schwarz-weiß Fotografien sowie Experimentalfilme und Bücher hinterlassen.
In einem Text resümiert Thersa Köster: “Nur schwer ist das Wissen um ihren frühen
Tod von jener tiefen Melancholie und Verlorenheit zu trennen, die sich scheinbar so
maßgeblich in dem Werk der Künstlerin niedergeschlagen haben. Doch auch mit
einer Distanzierung von einer rein biografischen Interpretation leisten Woodmans
surreal anmutende Aufnahmen, ihre Erkundung des eigenen, weiblichen Körpers,
der Beschäftigung mit dem Genre des (Selbst-)Porträts als auch den
Einsatzmöglichkeiten des Mediums Fotografie einen wichtigen Beitrag für die
Kunstgeschichte.“ Seit Mitte der 90er Jahre erfährt ihr Werk international große
Beachtung und Anerkennung. Aktuell zeigt das Solomon Guggenheim Museum New
York eine umfassende Ausstellung ihrer Fotografien mit einigen Kurzfilmen.
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