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Oskar Schmidt: Appearances in light    Sep 10 - Oct 22, 2011

Hocker, Tuch
Oskar Schmidt
Hocker, Tuch, 2010
 
  
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Oskar Schmidt
Appearances in light

Im Rahmen der DC-Open 2011 laden wir Sie herzlich ein zur Eröffnung am Freitag, den 09. September 2011, von 18.00 bis 22.00 Uhr

Ausstellung: 10. September – 22. Oktober 2011

Als Auftakt zur Herbstsaison 2011 freut sich die Galerie Clara Maria Sels den Künstler Oskar Schmidt (*1977) in einer Einzelausstellung zu präsentieren.
Gezeigt werden neue großformatige Interieurfotografien des Künstlers, die grundlegend Fragen der Inszenierung in der Fotografie thematisieren und (kunst)historische Zusammenhänge aufrufen. Die Auseinandersetzung mit Zitaten und Verweisen auf bereits vorhandene Werke ist seinen Bildern eigen.

Schmidt arrangiert in seinen Fotografien meist ganz alltägliche Objekte wie einen einfachen Stuhl, eine Emailleschüssel oder einen Hocker mit einem Handtuch in einem kargen, kaum beleuchteten Raum. Die stilllebenhaften Arragements wirken, als wären sie eben noch benutzt worden. In seiner vermeintlichen Vertrautheit mit dem Abgebildeten oszilliert der Betrachter zwischen kollektiver und individueller Wiedererkennung.
Primär sind seine minimalistisch wirkenden Arbeiten konzentrierte Rauminstallationen, die zudem in ein merkwürdiges und ungreifbares Licht getaucht sind. Eröffnet werden hier Räume, in denen die vielfältige Schattierung des Schattens selbst vor Augen tritt. Das stille Nebeneinander der hier sichtbaren Gegenstände zitiert, ganz aus der Ferne, die Ästhetik holländischer Interieur-Malerei. Doch wo die Alten Meister des 17. Jahrhunderts Ansichten inszenierten, in denen das durch Fenster und Türen von außen einfallende Licht sich kunstvoll sammelte und auf diese Weise die Räume belebte, verweigern Schmidts Fotografien zu Beginn eine solche sonnige Behaglichkeit.
Bemerkenswert sind die kunsthistorischen Bezüge, die sich durch sein gesamtes fotografisches Werk ziehen. Das ist ebenso Teil des Konzeptes wie die permanente Neubefragung der arrangierten Objekte, die immer wieder neue Blickperspektiven und Betrachtungsmöglichkeiten preisgeben. Wie auf sich selbst geworfen, beginnen die Gegenstände in der Stille des Raumes ein Eigenleben zu führen. Was Schmidt in seinen Fotografien beschreibt, ist das einfache und geheimnisvolle Dasein der Dinge.

Der Künstler hat an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design in Halle, und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und Leipzig. Seine Arbeiten wurden bereits im Museum der Bildenden Künste Leipzig (2011), der Zabludowicz Collection in London und New York (2010/2011), sowie der Art Collection der Deuschen Börse (2010) und der Kunsthalle Rostock (2009) gezeigt. Weiterhin widmete ihm das Goethe-Institut in Washington D.C. (2009) mit »Wiedergängerinnen« eine Einzelausstellung, die im gleichen Jahr bei C/O Berlin bereits in der Reihe »Talents« gezeigt wurde.

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